Kfz Steuertabelle

Kfz Steuer

Die Kraftfahrzeugsteuer (Kfz-Steuer) verpflichtet in Deutschland jeden Fahrzeughalter zur Zahlung einer jährlichen Steuernummer. Grundvoraussetzung ist, dass der Fahrzeughalter ein eigenes Fahrzeug im Inland zur Nutzung bereithält. Dasselbe gilt für ausländische Fahrzeuge, die sich ebenfalls in der Bundesrepublik befinden. Wird das Kraftfahrzeug ohne gültige Zulassung dennoch aktiv genutzt, muss sich der Halter ebenso in der jährlichen Steuerlast beteiligen.

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Welche Ausnahmen werden von der Kfz-Steuerpflicht gemacht?

Der Gesetzgeber hat das Steuergesetz mit Ausnahmetatbeständen verfasst. Wird beispielsweise ein Kraftfahrzeug bewegt, dass aufgrund von Werkstatt- und Prüfungsfahrten mit einem roten Kennzeichen ausgestattet ist, so ist das entsprechende Kfz von der Steuerpflicht befreit. Zudem können auch einzelne Personengruppen die Befreiung von der Steuerpflicht beantragen. Dazu zählen insbesondere schwerbehinderte Menschen, die einen entsprechenden Ausweis besitzen. Auch Kriegsbeschädigte sowie andere Versorgungsberechtigte können sich von der finanziellen Belastung durch einen Antrag befreien lassen.

Für welche Fahrzeuge muss eine Kfz-Steuer gezahlt werden?

Sofern das Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet ist, erfolgt die Berechnung der Kfz-Steuer anhand der Schadstoff- sowie Kohlendioxidemissionen, die von der zuständigen Zulassungsbehörde berechnet werden. Diese kann ein Fahrzeug auch als “schadstoffarm” kennzeichnen, so dass die aufzubringende Leistung gemindert wird. Die Finanzverwaltung kann von den Vorgaben insoweit abweichen, als dass sie Kraftfahrzeuge selbst einstufen kann. Dafür unterzieht die Finanzverwaltung das betroffene Fahrzeug einem eigenen Testverfahren. Der Bundesfinanzhof hat diese Vorgehensweise durch ein rechtswirksames Urteil bestimmt. Wird das Fahrzeug hingegen über einen Wankel- oder Elektromotor betrieben, oder handelt es sich um einen Anhänger bzw. eine Zugmaschine, wird die steuerliche Abgabe nach dem zulässigen Gesamtgewicht bestimmt. Wenn das zulässige Gesamtgewicht über 3,5 t liegt, müssen Zusatzbeiträge geleistet werden, die sich nach der Schadstoff- sowie Geräuschemission richten. Trikes oder auch Quads werden bei der Berechnung nicht der Familie der Motorräder zugeordnet, vielmehr gelten sie als Personenkraftwagen. Daher wird die Kfz-Steuer vom Hubraum abhängig gemacht. Für jede Motorart existiert eine eigenständige Berechnungsformel. Maßgeblichen Einfluss auf die Berechnung hat neben der Motorenart auch die Kraftstoffanlage des Fahrzeugs. Bei Motorrädern orientiert sich die Berechnung am Hubraum, so dass pro 25 cm³ jährlich ein Beitrag in Höhe von 1,84 € zu leisten. Leichtkrafträder sind grundsätzlich nicht steuerpflichtig, wenn ihr Hubraum unterhalb von 125 cm³ liegt und die Leistung nicht mehr als 11 kW beträgt. Abgasemissionen spielen bei der Berechnung der Steuerlast bei Motorrädern keine Rolle. Der Gesetzgeber plant allerdings, den Emissionsausstoss künftig zu berücksichtigen. Es ist insofern noch unklar, wann das neue Gesetz tatsächlich in Kraft treten wird.

Wieso nimmt die Emission Einfluss auf die Höhe der Besteuerung?

Die Schadstoffe, die von den Fahrzeugen ausgestoßen werden, belasten die Umwelt. Es ist das erklärte Ziel der Politik, die Belastung künftig zu reduzieren. Personenkraftwagen, die einen hohen Schadstoffausstoß haben, werden dementsprechend durch die höhere Steuerlast bestraft. Dagegen bietet der Gesetzgeber einen Anreiz, um in Zukunft in schadstoffarme Kfz zu investieren. Das Gesetz unterteilt die Fahrzeuge acht unterschiedliche Schadstoffklassen, wobei eine neue Klasse im Jahr 2014 eingeführt werden soll. Danach wird der Steuersatz bestimmt. Das bedeutet, dass jedes Fahrzeug einer entsprechenden Klasse zugeteilt wird. Die Kriterien, die der Aufteilung Schadstoffklassen zugrunde liegen, sind Schadstoff- und Kohlendioxidausstoß.

Welche Höhe der Steuerlast ergibt sich aus der Schadstoffklasse?

Pro 100 cm³ Hubraum errechnet sich die Steuerlast anhand der Schadstofftabelle. Insofern müssen Verbraucher auch zwischen Otto- und Dieselmotor unterscheiden, zudem wird auch der Zeitpunkt der Erstzulassung berücksichtigt. In Schadstoffklasse Euro 3 müssen beispielsweise 6,75 € für einen Ottomotor und 15,44 € für einen Dieselmotor geleistet werden, wenn das Fahrzeug bis zum 30. Juni 2009 erstmals zugelassen wurde. Wurde das Kfz Schadstoffklasse Euro 2 eingestuft, müssen Halter jährlich eine Steuer in Höhe von 7,36 € bezahlen, wenn es sich um einen Ottomotor handelt. Demgegenüber sind bei einem Dieselmotor 16,05 € fällig. Es gilt insofern wieder die Besonderheit, dass die Erstzulassung bis zum 30. Juni 2009 erfolgt. Bei einer Erstzulassung zwischen dem 1. Juli 2009 und dem 31. Dezember 2011 ergeben sich dementsprechend einige Besonderheiten. Halter müssen pro 100 cm³ Hubraum zwei Euro aufbringen, wenn ihr Fahrzeug mit einem Ottomotor betrieben wird. Zusätzlich hat der Gesetzgeber einen CO2 Zuschlag eingeführt. Die Grenze liegt bei einem Maximalausstoß von 120 g/km. Für jedes g/km mehr müssen Eigentümer eine zusätzliche Leistung in Höhe von zwei Euro bezahlen. Dieselmotoren werden mit 9,50 € pro 100 cm³ Hubraum eingestuft. Bei den Zuschlägen für den CO2 Ausstoß ergeben sich im Vergleich zu den Ottomotoren keine Besonderheiten. Personenkraftwagen, die nach dem 1. Januar 2012 zugelassen wurden, werden auf dieselbe Art und Weise besteuert. Allerdings hat der Gesetzgeber die Maximalgrenze des CO2 Ausstoßes auf 110 g/km abgesenkt. Dieselfahrzeuge müssen außerdem einen Zuschlag in Höhe von 1,20 € pro 100 cm³ Hubraum leisten, wenn sie über keinen Rußpartikelfilter verfügen. Für die anderen Schadstoffklassen ergibt sich im Hinblick auf die Erstzulassung keine Besonderheit. Ein Kfz, das in Schadstoffklasse Euro 1 eingeteilt wurde, begründet einen Steueranspruch in Höhe von 15,13 € bei einem Ottomotor und 27,35 €, wenn es sich um ein Fahrzeug mit Dieselmotor handelt. Insoweit ist der Tag der Erstzulassung unerheblich. Mehrkosten ergeben sich vor allem dann, wenn das Fahrzeug als “nicht schadstoffarm” deklariert wurde. Allerdings muss unterschieden werden, ob das Kfz bei Ozonalarm weiterhin gefahren werden darf. Ein nicht schadstoffarmes Fahrzeug, das mit einem Ottomotor betrieben wird, wird mit einem Jahresbeitrag von 21,07 € pro 100 cm³ Hubraum versteuert, wenn es bei Ozonalarm noch fortbewegt werden darf. Insoweit das Fahren bei Ozonalarm von der zuständigen Behörde abgelehnt wurde, müssen Halter einen Steuersatz für Ottomotoren in Höhe von 25,36 € in Kauf nehmen. Es wird mithin deutlich, dass die Schadstoffklasse Euro 3 die günstigste Besteuerung bietet. Sinn und Zweck dieser klaren Differenzierung ist es, dass Verbraucher in Zukunft auf andere Fahrzeuge umsteigen. Dadurch mindert sich die persönliche Steuerlast, wobei zeitgleich ein positiver Beitrag für die Umwelt geleistet wird.

Wie Kfz-Halter dennoch Steuern sparen können?

Verbraucher sind schon aufgrund der steigenden Lebenskosten auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten. Auch die Kfz-Steuer kann vom Halter deutlich reduziert werden. Dabei ist ein Einsparpotenzial auf vielfältige Weise möglich. Zunächst kann jeder Halter sein persönliches Kraftfahrzeug mit moderner Technik nachrüsten oder vorhandene Bauteile umrüsten. Vor allem in den hohen Schadstoffklassen ist die Steuerlast erheblich. Insoweit kann das eigene Fahrzeug nachträglich mit einem Rußpartikelfilter oder Katalysator ausgestattet werden, wenn derartige Komponenten noch nicht eingesetzt wurden. Durch die speziellen Filter reduzieren sich die Abgasnormen erheblich. Es ist mithin möglich, dass der Halter nach dem Einbau in eine bessere Schadstoffklasse aufsteigt, beispielsweise von Schadstoffklasse Euro 2 in Schadstoffklasse Euro 3. Durch die steuerliche Ersparnis werden die Kosten für die Bauteile sowie eventuelle Werkstattkosten vergleichsweise schnell kompensiert. Viele Kfz, die in den Jahren 1993-1996 gebaut worden sind, wurden von den Herstellern der Schadstoffklasse Euro 1 zugeordnet. In vielen Fällen liegen die Abgaswerte jedoch im Grenzbereich der Schadstoffklasse Euro 2. Es lohnt sich daher umso mehr, den Hersteller oder auch eine Vertragswerkstatt aufzusuchen, um eine Umschlüsselung vorzunehmen. Benötigt wird eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), damit die Umschlüsselung letztendlich auch von der Zulassungsstelle anerkannt werden kann. Der Gesetzgeber hat sich zudem dazu entschlossen, den nachträglichen Einbau von Partikelfiltern in Kfz, die mit einem Dieselmotor betrieben werden, zu fördern. Aktuell beträgt die Steuerförderung immerhin 260 € und wird auch im Jahr 2014 noch gültig sein. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass der Filter noch im Jahr 2013 eingebaut und der Antrag auf Steuerförderung bis zum 15.2.2014 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gestellt wird. Halter, deren Dieselfahrzeug in die Schadstoffklasse Euro 6 eingestuft wurde, können eine Steuerbefreiung beantragen, wenn die Erstzulassung zwischen dem 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2013 erfolgt ist. Immerhin liegt die Vergünstigung bei 150 €, die für jedes Fahrzeug geltend gemacht werden können.

Wie Halter die individuelle Kfz-Steuer selbst berechnen können?

Es ist nahezu eine Selbstverständlichkeit, dass Kfz-Halter den eigenen Steuerbescheid auch nachvollziehen möchten. Die Finanzbehörden legen dem Bescheid zwar ihre Berechnungsgrundlage bei, allerdings handelt es sich dabei vielmehr um allgemeinverbindliche Regelungen. Mit der neuen Steuerreform, die für Fahrzeuge gilt, die nach dem 1.7.2009 erstmalig zugelassen wurden, hat sich die Rechtslage für den Verbraucher nicht unbedingt vereinfacht. Um die eigene Steuerlast transparent und exakt bestimmen zu können, stellen einige Anbieter einen kostenlosen Kfz-Steuerrechner zur Verfügung. Beispielsweise der ADAC oder auch das Unternehmen Autoscout 24 haben derartige Rechenmaschinen in ihren Service aufgenommen. Für Fahrzeuge, die nach dem 1.7.2009 zugelassen wurden, müssen Fahrzeughalter lediglich drei Angaben zu ihrem eigenen Pkw machen. Einerseits muss zunächst die Motorart (Benzin oder Diesel) angegeben werden. Anschließend sind Angaben zu Hubraum und CO2 Schadstoffemission notwendig. Insoweit der Halter diese drei Eingaben getätigt hat, kann das Programm die exakte Steuerklasse und mithin auch die Steuerlast berechnen. Bei Fahrzeugen, die vor dem erstens 2009 zugelassen wurden erfolgt die Berechnung auf eine ähnliche Art und Weise. Der Eigentümer muss lediglich Angaben zur Schadstoffklasse, der Motorart sowie zum tatsächlichen Hubraum machen. Es ist insoweit nicht erforderlich, dass der Halter die CO2 Schadstoffemission angibt, da der Steuersatz ohnehin höher berechnet wird, als dies bei Fahrzeugen, deren Erstzulassung nach dem 1. Juli 2009 erfolgte ist, der Fall ist. Der kostenlose Kfz-Steuerrechner bietet folglich eine sinnvolle Möglichkeit, um die Berechnung der eigenen Steuerlast zu überprüfen und eventuelle Fehler geltend machen zu können. Da sich die Gesetzeslage vor allem im Steuerrecht schnell verändern kann, sollten Halter einen derartigen Dienst mindestens einmal pro Jahr in Anspruch nehmen. In vielen Fällen weisen die Anbieter auf eventuelle Einsparmöglichkeiten hin, die durch steuerrechtliche Reformen begründet werden.